Mentoring: profitiere von dem Wissen eines Experten

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Beruflich voranzukommen ist für die meisten Menschen, die im wirtschaftlichen Bereich tätig sind, ein langfristiges Ziel, das sorgfältiger Planung und Ausführung bedarf. Mit harter Arbeit und Durchsetzungskraft alleine ist es jedoch noch lange nicht getan, denn die Konkurrenz schläft nicht. Immer mehr junge Nachwuchstalente vertrauen deshalb auf einen erfahrenen Manager, der als ihr Mentor fungiert.

Auf deinem Weg an die Spitze kann dich ein sorgfältig ausgewählter Mentor ein Stück lang begleiten und deine professionellen Fähigkeiten in die richtigen Bahnen lenken, vorausgesetzt, du bist bereit, neue Ideen anzunehmen und auch hin und wieder konstruktive Kritik einzustecken. Ein erfolgreiches Mentorenprogramm ist Grundvoraussetzung für erfolgreiche Personalentwicklung und dabei von hundertprozentigem Vertrauen zwischen Mentor und Mentee gekennzeichnet.

Du fragst dich jetzt wahrscheinlich, wie du einen Mentor findest und was genau er dir bringen kann. Der folgende Guide soll dir zeigen, wie eine solche Beziehung funktioniert und wie du dich verhältst, um dabei das Beste herauszuholen.

Wozu ein Mentor?

Mentorenprogramme liegen voll im Trend und helfen vielen aufstrebenden Jungmanagern, sich vom Durchschnitt deutlich abzuheben und durch Innovation und Einzigartigkeit ihre Karriere zu sichern. Auch wenn die Idee, im Tandem berufliche Ziele zu entwickeln und durchzusetzen, in der heutigen Wirtschaftswelt wichtiger und sinnvoller scheint denn je, ist die Beziehung zwischen einem Mentor und seinem Schützling eine uralte Konstellation, die schon im antiken Griechenland viele Menschen zu Höchstleistungen anspornte.

Viele ältere Männer nahmen bei den alten Griechen die Rolle eines Erziehers ein, der einen jungen und vielversprechenden Mann aus gutem Hause oder einer Herrscherfamilie unter seine Fittiche nahm und ihn in politischen und philosophischen Fragen leitete und ausbildete. Auf diesem System, dass in der Antike eine wichtige Säule der Gesellschaft darstellte, fußt auch die heutige Idee, Nachwuchstalente in der Arbeitswelt durch Mentoring gezielt zu fördern und deren Weg zum Erfolg zu ebnen. Der Mentor fungiert dabei in mehreren Bereichen:

  • In erster Linie soll er dir ein Vorbild sein und dich in seine Arbeitsweise, seinen Führungsstil und seine beruflichen Werte einweihen. Dabei lässt er dich als seinen Mentee immer dann über die Schulter schauen, wenn seine berufliche Expertise gefragt ist: während wichtiger Meetings, bei der geschäftlichen Korrespondenz oder bei Verhandlungen. Hinterher erläutert dir dein Mentor im Zuge intensiver Gespräche, welche bewussten Entscheidungen er dabei getroffen hat oder welche Erfahrungen ihn zu einem bestimmten Verhalten veranlassten.
  • Dein Mentor ist dein schärfster Kritiker im Arbeitsalltag. Auch wenn dies auf den ersten Blick unangenehm scheint, spornt dich erst die konstruktive Kritik an deinen Entscheidungen und Handlungsweisen an, deine Performance zu verbessern und dadurch deine Karrierechancen zu optimieren. Dein Mentor bewahrt dich davor, deine Ziele zu schnell erreichen zu wollen und dabei den Boden unter den Füßen zu verlieren. Auch wenn Ehrgeiz die Grundvoraussetzung für Erfolg ist, muss er gerade bei jungen Nachwuchstalenten oft gebremst und in die richtigen Bahnen gelenkt werden.
  • Gleichzeitig ist dein Mentor ein Coach, der dir als professioneller Berater zu Seite steht und dir durch seine Erfahrung helfen kann, die richtigen Lösungen zu finden. Als Ratgeber kann er dich in deinem Berufsalltag begleiten und dir durch intensive Beobachtung deines Verhaltens Tipps geben, wie du deine Leistungen verbessern kannst.
  • Dein Mentor ist durch seine langjährige Berufserfahrung und seine Position gut vernetzt. Das bedeutet für dich ganz konkret, dass sich mit seiner Hilfe nützliche Kontakte ergeben, die für deine erfolgreiche weitere Laufbahn unentbehrlich sind.

Die hier genannten Aspekte eines guten Mentors hängen nicht nur von dessen Engagement, sondern auch maßgeblich von deiner Rolle innerhalb dieser Beziehung ab. Bist du auf der Suche nach einer erfolgreichen Partnerschaft, die dir den beruflichen Weg ebnet, musst du dir im Vorfeld über einige Aspekte im Klaren sein. Beantworte dir daher zuerst folgende Fragen, bevor du dich auf die Suche nach einem Mentor begibst:

  1. Was erwarte ich von meinem Mentor? Soll er mich als außenstehender Fachmann beraten oder eine Führungskraft im eigenen Unternehmen sein?
  2. Geht es mir in erster Linie um Feedback oder um gezielten Rat bei bestimmten Entscheidungen?
  3. Wie viel Zeit will ich in die Partnerschaft investieren? Wenn diese langfristig funktionieren soll, kann sich nur durch das regelmäßige Gespräch eine vertrauensvolle Atmosphäre entwickeln.
  4. Wie kann mein Mentor von unserer Partnerschaft profitieren, um mir gerne mit Rat und Tat zur Seite zu stehen? In der Regel sind Wertschätzung deinerseits und seine Reputation als erfolgreicher Mentor schon Grund genug, dir ein engagierter Ansprechpartner und Berater sein zu wollen.
  5. Bin ich bereit, konstruktive Kritik und Feedback anzunehmen, ohne beleidigt zu sein? Sei dir stets bewusst, dass der intensive Austausch mit deinem Mentor deine Performance gezielt verbessern soll.

Voraussetzungen für erfolgreiches Mentoring

Eine Partnerschaft zwischen Mentor und Mentee ist nur dann sinnvoll, wenn sich dabei zwei Menschen finden, die sich sympathisch sind und die Fähigkeit besitzen, sich in den jeweils anderen einzufühlen. Erst gegenseitiger Respekt sowie berufliche und private Gemeinsamkeiten schaffen eine harmonische Gesprächs- und Arbeitsbasis, von der du langfristig profitieren kannst. Eure erfolgreiche und intensive Partnerschaft sollte auch für deine Kollegen deutlich erkennbar sein.

Wähle daher einen vertrauenswürdigen, in der Branche gut vernetzten Fachmann aus, der einen seriösen Ruf genießt und idealerweise schon einige Erfahrung im Mentoring mitbringt. Wenn du dich an einen potentiellen Mentor wendest, trete selbstbewusst und professionell auf und verfalle nicht in die Rolle eines Bittstellers. Kläre schon im Vorfeld ab, wie es mit seiner Erreichbarkeit aussieht und auf welchem Wege oder mit welcher Frequenz der Kontakt aufrecht erhalten werden soll. Unterschiedliche Vorstellungen einer solchen Partnerschaft können nämlich schnell nerven und zu Frust auf beiden Seiten führen.

Um Konflikte zu vermeiden, solltest du das Verhältnis beenden, sobald du feststellst, dass du die Ratschläge deines Förderers nicht mehr benötigst oder du das Gefühl hast, dich nur ständig in seinem Schatten zu bewegen. Von einem Mentor, dem es nur darum geht, seine eigenen Vorstellungen eins zu eins auf dich zu übertragen, wirst du kaum profitieren können. Eine Trennung ist dann ratsam, wenn du dich in eine andere als die von deinem Mentor vorgegebene Richtung entwickeln möchtest.

Gehe dabei aber behutsam, sensibel und vor allem diplomatisch vor, um ihn nicht zu beleidigen. Gekränkter Stolz veranlasst Menschen nämlich oft dazu, zum Saboteur zu mutieren. Und Feinde solltest du dir auf deinem Karriereweg niemals absichtlich machen. Nach Beendigung des Verhältnisses in freundschaftlichem Kontakt zu bleiben, hält dir alle Optionen für die Zukunft offen.

Alles Liebe,

Benedikt

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10 Kommentare, sei der nächste!

  1. Mentoren sind ja nicht nur auf Unternehmen bezogen. Ich habe gehört, dass einige Blogger sich auch Mentoren (erfahrene und erfolgreiche Blogger) dazuholen um schneller durchzustarten.

    Bis heute bin ich mir aber nicht sicher ob es in dem Sinne was bringt. Für mich klingt Mentoring im Blogging Bereich einfach ziemlich suspekt und ich wüsste kaum wie ich angehen sollte.

    Trotzdem guter Artikel 🙂

    Do your thing
    Vladimir

    1. Hallo Vladimir, Du schreibst:

      Mentoren sind ja nicht nur auf Unternehmen bezogen.

      Da irrst du dich, denn Mentorenprogramme sind gerade und ausschliesslich auf Unternehmen bezogen.

      Und da ist auch der falsche Annsatz von Benedikt, der den Begriff „mentor“ falsch versteht und auch anscheinend mit „coaching“ verwechselt.

      Mentoring ist – nicht nur bei Österreichern – klar definiert als „Hilfe zum Zurechtfinden in der (neuen) Company“.

      Alles andere ist und bleibt Coaching Auch wenn dies manchen nicht gefällt!

      Peter Stegler

  2. Hallo,

    Mentoring finde ich sehr gut. Ich denke, dass viel mehr Menschen davon profitieren können, zu viele trauen sich aber nicht, einen potentiellen Mentor zu fragen. Da spielt das Thema „um Hilfe bitten“ mit rein.

    Ein weiterer wichtiger Punkt aus meiner Sicht ist, dass man sich überlegt, was ich dem Mentor geben kann. Wie profitiert der Mentor, wenn er seine Zeit und seine Erfahrungen dem Mentee zur Verfügung stellt.

    Guter Artikel zu einem sehr interessanten Thema.

    LG Stefan

    1. Stimmt. In meiner Erfahrung sind viele Experten bereit einen Teil ihres Wissens einfach so weiter zu geben. Sozialer Aspekt. Vor allem wenn sie selbst einen Mentor hatten – empfangen und dann weitergeben lautet die Devise!

  3. Ich glaube zum Beispiel das Benedikt ein sehr guter Mentor wäre.

    Generell wäre es cool wenn es so eine Art Mentoren Programm für das Lifestyle Business geben würde. Speziell für Leute die schon ein paar Euros verdienen wäre das sicher interessant um Ihr Business auf die nächste Stufe zu bringen.

    fg
    Thomas

      1. Okay dann muss ich schauen ob sich das mit dem Wien Termin noch ausgeht. Igrendwie hab ich das mit der Mastermind nicht wirklich mitgeschnitten sorry!

        Danke für die Info und vielleicht sehen wir uns ja.

        fg
        Thomas

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