Conversion Optimierung für Websites mit geringem Traffic

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Einer der besten Wege zum Optimieren einer Webseite ist das sogenannte A/B Split-Tests*, da dadurch einerseits echte Verbesserungen vorgenommen und andererseits praktische Einsichten erhalten werden können: kalte, harte Fakten.

Leider benötigen Websites einen gewissen Traffic, damit diese kalten, harten Fakten erhalten werden können. Das ist für brandneue Webseiten oder für Webseiten ohne nennenswerten Traffic keine erfreuliche Nachricht.

Doch keine Sorge: Hier ist eine einfache aus 3 Schritten bestehende Anleitung, wie genau solche Webseiten mit geringem Traffic optimiert werden können. Entdecke diese 3 Schritte als auch Fehler, die du unbedingt vermeiden solltest.​

Hier folgt eine Zusammenfassung der Methode:

1. Behebe nur tatsächliche Fehler

 

Der größte Fehler, den du bei Webseiten mit geringem Traffic machen kannst, besteht darin, ewig an dieser Webseite zu arbeiten und alles immer wieder auf den Kopf zu stellen – seien es noch so kleine Spielereien und Optimierungen. Du wirst leicht von winzigen Details abgelenkt und achtest nicht mehr auf das, was am Ende zählt.

Die Regel für Webseiten mit geringem Traffic lautet: Behebe nur tatsächliche Fehler.

Dies ist eine wichtige Regel, da es bei einer Webseite nicht allzu zu verbessernde Dinge gibt, die ohne Testdaten angegangen werden können. Klar, du kannst einen Experten fragen und eine detaillierte Antwort über all die Dinge erhalten, du du verbessern und optimieren solltest. Doch auch der beste Experte kann nur messen und Daten sammeln. Die zweitbeste Methode ist das Schätzen.

Selbst als Experte kann nicht mehr für eine Webseitenoptimierung getan werden. Es kann gemessen oder geschätzt werden.

Doch was gilt als „fehlerhaft“? Dann, wenn du dir sichergehen kannst, dass die Verbesserung die Bedienbarkeit und die Leistung der Seite verbessern wird – ohne Tests. Für Webseiten mit wenig Traffic sind dies also GRUNDLEGENDE Probleme.

Beispiele:

  • ​Lange Ladezeiten – es gibt ganze Datenberge, die beweisen, dass schnellere Seiten bessere Ergebnisse erzielen. Dabei handelt es sich um etwas, was Sie verbessern können, ohne die Effekte messen zu müssen. Somit erhalten Sie auch viel mehr effektiven Traffic.
  • Kaputte Formulare und Buttons – du klickst auf einen Kaufbutton und nichts passiert? Du sendest ein ausgefülltes Formular ab und eine Fehlermeldung erscheint? Das sind Dinge, die mit Sicherheit behoben werden müssen und jede Seite verbessern.
  • Unklarheit – ist der Text fast unlesbar? Sind die Kaufbuttons winzig und vom Hintergrund kaum zu unterscheiden? Gibt es keine Information, wozu die Webseite überhaupt dient? All dies sind große Probleme, die in kürzester Zeit relativ einfach behoben werden können.
  • Problematische Call to Action – werden wichtige Call to Action von Buttons für soziale Netzwerke, von Anmeldeformularen, RSS Forumularen, Widgets, Feedbacks und anderen Dingen verschleiert? Verringern Sie die Anzahl der Call to Action, damit jeder weiß, worum es sich bei deiner Webseite handelt.
  • Riesige Slider – wie bei langen Ladezeiten zeigen auch hier ganze Datenberge, dass automatische Slider schlecht für die Leistung Ihrer Webseite sind. Die Entfernung dieser schafft Platz für andere Dinge, die so gut wie immer besser sind als solche Slider.

 

2. Test der Benutzerfreundlichkeit

 

​Wenn du gar keinen Traffic hast, kannst du trotzdem Einblicke darüber bekommen, wie andere den Besuch deiner Webseite empfinden. Dieser Prozess wird in der Regel der Test zur Benutzerfreundlichkeit genannt.

Anstatt sich also einen großen Haufen an Daten von tatsächlichen Nutzern anzuschauen und wie diese mit deiner Webseite agieren, fragst du schlicht einige Einzelpersonen, ob die sich deine Webseite ansehen und dir ihre Meinung sagen könnten.

Einige Tests, die du durchführen kannst:

  • ​Der 5-Sekunden-Test – Zeige jemandem einen Screenshot von deiner Homepage (oder irgendeiner Landing Page) für nur 5 Sekunden. Frage die Person anschließend, worüber die Webseite handelt und an was Sie sich genau erinnern.
  • Der Klick-Test – Zeige jemandem einen Screensot und lege eine Aufgabe fest. Zum Beispiel: „Wo würdest du klicken, um mehr über dieses Produkt zu erfahren?“ Das Gute bei diesem Test ist, dass du dies selbst mit Designideen tun kannst, bevor deine Webseite überhaupt existiert. Hast du bereits eine Website kannst du Tools wie Crazy Egg oder AppSumo (aktuell kostenlos) nutzen.
  • Der Navigationstest – Gib einem Besucher eine bestimmte Aufgabe und schaue zu, wie der Nutzer vorgeht. Zum Beispiel: „Kaufe das Produkt namens xyz!“

Das Wichtige bei diesen Tests ist, dass diese immer auf Aktionen basieren. Du siehst, wo Besucher klicken oder wie diese vorgehen, um etwas zu tun. Diese gesammelten Eindrücke sind sehr wichtig und praktischer, als nur nach der Meinung zu fragen.

Nimm statt Meinungen diese Webseitentests als Grundlage

Hier sind einige Tools zur Benutzerfreundlichkeit, die du verwenden kannst:

  • ​Deine Mutter – bitte deine Mutter oder einen Freund darum (gerne auch eine fremde Person), sich deine Webseite anzuschauen und Feedback zu geben. Du kannst dieser Person auch eine Aufgabe geben. Zum Beispiel: „Kaufe dieses Produkt!“. Schaue dir dann an, wie die Person vorgeht und wo sie möglicherweise Probleme hat. Sehr aufschlussreich…
  • Usabilityhub – führe Tests für andere aus, um Punkte zu sammeln und utze diese, damit auch andere deine Webseite testen.
  • UserTesting – erhalte Feedback von erfahrenen Testern in Form eines Videos, während der Tester deine Seite testet.
  • TryMyUI – ein anderer Videoanbieter und Benutzerfreundlichkeitsdienst.
  • Loop11 – Testtools direkt auf der Seite und auch für aus der Ferne.

Bedenke: Schritt 1 trifft noch immer zu! Lass dich nicht ablenken und optimiere deine Seite tagtäglich neu. Du wirst sonst mit den Tests kein Ende finden. Nutze diese Tools nur, um in etwa zu überprüfen, ob deine Webseite für andere Leute Sinn ergibt. Andere Tests folgen später!

 

3. Erschaffe einen Trichter & starte!

 

Wie du vielleicht bereits gemerkt hast, bin ich kein großer Fan einer perfekten Webseite. Du brauchst nicht einmal eine einzige perfekte Seite.

Was du aber brauchst, ist ein Trichter – eine ganzheitliche Marketing-Strategie. Dieser muss nur dazu dienen können, einen Besucher in einen Lead oder einen Kunden umwandeln zu können. Das ist alles.

Dein Ziel besteht darin, diesen einen einfachen Trichter zu erstellen. Dieser muss funktionieren (siehe Schritt 1). Anschließend konzentrierst du dich einzig und allein darauf, mehr Traffic zu erhalten.

Wie ich bereits gesagt habe, besteht die größte Gefahr darin, einfach kein Ende zu finden und immer wieder etwas Winziges verbessern zu wollen. Lasse dich nicht von dieser Falle einfangen!​ Optimiere deine Seite so, dass sie funktioniert und beginne dann damit, Traffic zu generieren. Entweder kaufst du diesen oder du erschaffst organische Inhalte, auch mit Verlinkungen (besorge dir Gastbeiträge oder kontaktiere jeden in deiner Nische usw.).

 

Setze es einfach um!

 

​Das ist sie also: eine einfache 3-Schritte-Strategie für eine häufig gestellte Frage.

Hier folgt eine sogar noch kürzere Version: Überspringe Schritt 1 und 2, ignoriere diese Seite und baue dir eine ordentliche Landing Page und beginne anschließend damit, Traffic zu generieren. Es zählt nur, dass du startest und mehr Traffic für das A/B Testen* erhältst. Denn dann beginnt der Spaß erst so richtig!

Lass es mich wissen, was du dazu denkst und was für Fragen du noch hast. Hinterlasse einfach unten einen Kommentar!

Alles Liebe,

Benedikt

 

(Dieser Artikel wurde aus dem Englischen übersetzt. Original auf: thrivethemes.com)

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6 Kommentare, sei der nächste!

  1. Schöne Infos, die Du da gefunden und übersetzt hast – eine Anmerkung hätte ich: „As you might have noticed, I’m a big fan of rapid implementation. You don’t need a perfect website. You don’t even need a single perfect page.“ ist mit „Wie du vielleicht bereits gemerkt hast, bin ich ein großer Fan einer perfekten Webseite. Du brauchst nicht einmal eine einzige perfekte Seite.“ schon sehr frei übersetzt, um nicht zu sagen falsch bzw. sehr verwirrend…

    Viele Grüße
    Markus

  2. Ich weiß zwar nicht was mein Vorgänger da mit der Übersetzung meint, ich finde den Artikel genial. Hat alles was ein Anfänger benötigt.

    Trichter oder sales funnel auf neu deutsch ist wichtig. Aber wird dieser nicht häufig über ein email autoresponder ausgeführt?

    fg
    Thomas

    1. Hallo Thomas, ja ich bin noch mit der Bezeichnung Trichter oder Verkaufstrichter „aufgewachsen“ 😉 Der muss aber zwangsweise nicht über eMail Marketing gemacht werden sondern kann auch den Prozess auf einer Landing Page (zB mit Up- und Downsell) bezeichnen.

  3. Die Methoden zum Selbsttest finde ich sehr ansprechend. Eine Möglichkeit ist noch, die Homepage Nutzern am Telefon nur einmal anzusagen. Können diese anschließend die Homepage fehlerfrei finden, ist der Name einfach genug gewählt.
    Liebe Grüße
    Alexander Kouba

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