Geld verdienen mit Sponsored Posts: Zahlen, Fakten und rechtliche Bestimmungen

Sponsored Posts

Du bist erfolgreicher Blogger und möchtest neben den klassischen Wegen wie Bannerwerbung oder Affiliate-Marketing mit deinem Blog Geld verdienen? Dann möchte ich dir in diesem Artikel eine Idee vorstellen, die in letzter Zeit vermehrt an Interesse gewinnt.

Was sind Sponsored Posts?

Hinter Sponsored Posts verstecken sich gesponserte, also bezahlte Blogbeiträge, die du Werbetreibende (z.B. Firmen oder Agenturen) kaufen bzw. buchen können. Meistens werden diese Posts gekauft, um den Bekanntheitsgrad des eigenen Unternehmens, der eigenen Dienstleistungen oder der eigenen Produkte zu erhöhen. Sofern du Sponsored Posts in für dich themenrelevanten Blogs buchst, kannst du mit einfachen Mitteln fokussiert deine Zielgruppe erreichen und von der Reputation des Bloggers profitieren.

Ich empfehle folgenden Umfang:

  • pro Artikel max. 2 nofollow Links
    • 600-800 Wörter: 1 Link
    • 800-1.000 Wörter: 2 Links
  • der Artikel ist dauerhaft online und als „Gesponsorter Beitrag“ gekennzeichnet
  • zusätzlich wird der Artikel über meine Social Media Kanäle beworben

Was Sponsored Posts für Werbekunde bringen

Sponsored Posts können dich vor allem bei Produkteinführungen, Ratgeberbeiträgen, Interviews, Themenplatzierungen oder bei der Vorstellung von neuen Tools unterstützen. Abhängig von deinem Ziel wie der Leadgenerierung oder der Stärkung und Festigung des Brandings und der Awareness, ist die eine oder die andere Methode besser geeignet. Dir kann es gelingen, deine Marke über Blogs gezielt zu stärken, einen positiven Imagetransfer herbeizuführen und deine persönliche Zielgruppe zu erreichen. Sponsored Posts helfen dir dabei, dich optimal in der heiß umkämpften Blogger-Welt zu positionieren und deinen Blogger-Weg erfolgreich zu bestreiten.

Wie viel kann ich verdienen?

Das hängt vor allem von der Reichweite und Bekanntheit deines Blogs ab, aber auch von Zusatzleistungen (etwa das Teilen des Artikels in den sozialen Medien) oder (v.a. bei SEO Interesse) auch von der Anzahl der Links und ob diese mit dofollow markiert sind.

  • Auf einem Blog mit ca. 5.000 Besuchern im Monat kannst du mit 150 – 250 € pro Artikel rechnen.
  • Bei Facebook Seiten mit ca. 6.000 Fans sind 25 – 40 € realistisch.
  • Twitter Accounts sollten die 20 € nicht übersteigen, wenn diese unter 5.000 Follower haben.
  • Bei Instagram Profilen sind sogar mit weniger Abonnenten schon zwischen 30 – 50 € möglich.

Eine noch detailliertere Aufschlüsselung zur Berechnung deines optimalen Preises findest du im wirklich ausgezeichneten Artikel von BlogYourThing.

Gefahren von Sponsored Posts

Ein Blog ist keine Möglichkeit um schnelles Geld zu verdienen, sondern sollte vielmehr als langfristige Einnahmequelle gesehen werden. Langfristigen Erfolg kannst du nur erreichen, wenn dein Blog über einen hohen Traffic verfügt und von vielen Besuchern regelmäßig verfolgt und gelesen wird. Und das erreichst du definitiv nicht, durch das laufende Veröffentlichen von nicht ausgewiesenen Werbeartikeln. Dein Blog sollte keiner Werbeplattform gleichen, sondern du solltest dich primär auf einen hochwertigen Inhalt auch außerhalb von Advertorials orientieren.

Rechtliche Bestimmungen zu Sponsored Posts

Da es sich bei Sponsored Posts um eine Form von Werbung handelt, müssen diese im Regelfall auch gekennzeichnet werden. Neben der rechtlichen Seite hilft die Kennzeichnung dabei, Blogleser deiner eigenen Seite nicht zu verwirren. Obwohl mancher Auftraggeber den Bloggern weismachen will, dass gekaufte Artikel im rechtlich grauen Bereich liegen, so muss man doch darauf hinweisen, dass die Sache eben nicht so ist! Es geht hierum:

Verbot von Schleichwerbung – Sobald auch nur die Gefahr besteht, ein Blogger könnte durch wirtschaftliche Vorteile beeinflusst worden sein, muss er diese Vorteile offen legen.

Quelle: girlsguidetoblogging.de

In diesem Zuge möchte ich auf §4 Nr. 3 UWG, 58 Abs. 1 RStV hinweisen. Laut dieser Vorgabe empfiehlt es sich den Sponsored Post in einer passenden Kategrie (z.B. wie hier bei EOM unter „Gesponserter Beitrag“) abzulegen. In der Praxis ist dieser Verweis äußerst dezent und sieht so aus:

sponsored-post-beispiel

Ein Nein ist manchmal die bessere Entscheidung

Obwohl Advertiser und professionelle Agenturen die Spielregeln kennen, versuchen sie diese oft zu umgehen und hoffen auf die Unwissenheit der Blogger. Hier ein Beispiel so einer Anfrage:

anfrage-sponsored-posts

Meine Meinung dazu: lass dich nicht vom schnellen Geld locken, sondern halte an deinen eigenen Prinzipien fest. Möchte eine Kunde zum Beispiel einmal einen Sponsored Post als diesen nicht kennzeichnen, spricht nichts dagegen „Nein Danke“ zu sagen. Außerdem solltest du auch jene Posting Angebote ablehnen, bei denen es sich um nicht themenrelevante Dienstleistungen oder Produkte handelt. Denn auch das würde deine Besucher bloß verwirren und verärgern. Die Lösung? Na klar:

Sponsored Posts mit hochwertigem Content

Es ist oft nicht leicht, einen bezahlten Blogpost mit hochwertigen Content zu kombinieren. Viele der Aufträge sind langweilig und demotivierend, aber du schreibst ja nicht nur des Geldes wegen. Bist du an diesem Punkt angekommen, muss es dir gelingen, dich neu zu motivieren und wieder den Content in den Fokus zu setzen. Denn du willst ja langfristig Geld verdienen und das kann dir nur gelingen, wenn du deine Leser, durch deinen Content fesselst und auch die Advertiser dadurch zufrieden stellst. Alternativ kannst du natürlich auch die Texte vom Auftraggeber verfassen lassen (was manchmal möglich ist) oder du gibst den Text gegen Bezahlung in Auftrag, etwa bei Content.de* oder UpWork (großteils englischsprachig).

Die besten Portale: so findest du Auftraggeber

In meiner Recherche sind mir diese 2 Portale besonders positiv aufgefallen und ich darüber bereits erfolgreich neue Kooperationspartner finden:

  1. Blogatus*
  2. Ranksider* (nutze diesen Code für 15% Rabatt: 1bsb0gi15)

Bei Ranksider werden dir übrigens auch gezielt für Facebook Seiten, Twitter- und Instagram Profile Sponsored Postings vermittelt.

Zudem sind mir noch diese 2 Seiten positiv aufgefallen, allerdings bisher ohne einen Auftrag erhalten zu haben:

Fazit

Wenn du einen Blog mit einer gewissen Reichweite besitzt, kannst du mit Sponsored Posts definitiv etwas dazu verdienen. Vor allem wenn du den Prozess von einer Assistenz durchführen lässt ist dies eine weitere Möglichkeit für passives Einkommen. Jedoch solltest du dich nicht um jeden Preis verkaufen oder zu viele Artikel nur des Geldes wegen veröffentlichen. Die gesetzlichen Bestimmungen sind klar geregelt, jedoch halten sich nicht alle daran. Dennoch empfehle ich dir dies zu tun, da sonst in naher Zukunft Abmahnungswellen (wie etwa bei falschem oder mangelhaften Impressum) möglich sind. Und vor allem willst du ja nicht deine Leser vergrämen, oder? Das führt mich auch zu meiner Abschlussfrage:

Wie ist es bei dir?

Hast du bereits Sponsored Posts veröffentlicht oder Anfragen dazu erhalten? Wie gehst du damit um und wo siehst du die Vorteile und Gefahren? Ich bin gespannt auf deine Meinung!

P.S.: Nein, das hier ist *kein* Sponsored Post 😉

Über den Autor:

ben-ahlfeldMag. Benedikt Ahlfeld, Jahrgang 1987, ist Gründer und Herausgeber von EhrlichesOnlineMarketing.de. Seit mehr als 10 Jahren ist er aktiv im Online Marketing. Als Trainer liegt sein Kerngeschäft mit der Firma ZHI Consulting GmbH in der Persönlichkeitsentwicklung. Sein Background basiert auf einem BWL Studium mit Schwerpunkt KMU Management und er ist staatlich geprüfter Unternehmensberater.

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0 Kommentare, sei der nächste!

  1. Sponsored Posts wollen leider keine Kennzeichnung und sind somit für seriöse Blogger leider raus. Ansonsten ein wirklich ganz toller Artikel! Herzlichen Dank dafür!

    Viele Grüße
    Anna

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