Eigenes Online Business nebenbei starten: So klappt der Einstieg

Hohe Mieten, Benzin, teure Lebensmittel oder plötzliche Reparaturen – vielen Menschen bleibt trotz fixem Einkommen am Ende des Monats nur wenig oder gar kein Geld für Rücklagen oder Geldanlage übrig. Wie wäre es also, wenn man ohne viel Aufwand und Risiko, ein kleines Nebengewerbe betreiben könnte, das einem regelmäßig zusätzliches Einkommen erwirtschaftet? Für viele wäre das sicherlich eine interessante Möglichkeit, besonders, wenn man das Nebengewerbe irgendwann auch zum Hauptberuf machen könnte und dabei sogar deutlich mehr verdient als zuvor. 

Klingt vielleicht utopisch, doch durch die Möglichkeiten des Internets ist genau das möglich. Dabei geht es nicht um irgendwelche Geheimtricks oder kurzfristige Methoden, sondern ganz gewöhnliche Geschäftsmodelle, die von tausenden anderen Gründern oder Unternehmen betrieben werden. In diesem Artikel wird es dabei um eine ganz bestimmte Richtung gehen, nämlich E-Commerce. Eine Möglichkeit, mit der man sich ein handfestes Unternehmen aufbauen kann, dass langfristiges hohes Skalierungspotenzial hat. 

Nebenbei Geld verdienen im E-Commerce 

E-Commerce ist der englische Begriff für Onlinehandel, einem Geschäftsmodell, das in den letzten 20 Jahren massiv gewachsen ist. Im Jahr 2020 wurde in Deutschland ein Umsatz von über 72 Mrd. Euro erwirtschaftet, was einem Wachstum von 23 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.  Auch wenn das nach viel klingt: Der Einzelhandel hat im selben Jahr mehr als 577 Mrd. Euro umgesetzt, trotz Corona! Es steckt also noch viel Wachstumspotenzial im Geschäftsmodell E-Commerce. Aber wie kann man als Einzelperson ohne viel Kapital im Onlinehandel starten und somit nebenbei Geld verdienen? Dafür eignen sich besonders diese drei Möglichkeiten: 

1.1 Reselling 

Reselling ist vermutlich die einfachste Möglichkeit, um ohne großen Zeit- und Kapitalaufwand etwas dazuzuverdienen. Das Geschäftsmodell dahinter ist der Ankauf von Produkten über Ebay-Kleinanzeigen, Flohmärkten und Marktplätzen, die man anschließend über Ebay mit einem professionellen Angebot an ein größeres Publikum weiterverkauft. Um mit Reselling zu starten, braucht man kein Startkapital, da es auf Kleinanzeigenportalen viele zu verschenken Inserate gibt oder erstmal eigene Produkte verkauft werden können. 

Im Optimalfall hat man 100 – 500 € zur Verfügung, um sich direkt ein paar Produkte  und einigermaßen professionelles Equipment (Fotobox, Bearbeitungsprogramm, Verpackungen) leisten zu können. Besonders gute Produkte sind Markenartikel, Sammlerstücke oder höherpreisige Waren. Nicht so gut funktionieren Markenlose Produkte im niedrigeren Preissegment. Das ist auch der Grund, wieso man den Marktplatz Ebay nicht für den Aufbau einer eigenen Brand verwenden sollte, sondern dann eher auf Amazon setzt. Wer also etwas Startkapital zur Verfügung hat und direkt voll losstarten möchte, findet im nächsten Abschnitt das passende Geschäftsmodell dazu: 

1.2 Amazon FBA 

Die Umsatzzahlen im E-Commerce wurden ja bereits genannt, aber wie sieht es mit der Umsatzverteilung auf die verschiedenen Anbieter aus? Die Top-100 Onlineshops machen in Deutschland haben 2020 etwa 37 Mrd. Euro Umsatz generiert, angeführt von Amazon. Rechnet man jedoch Amazon Umsatz mit dem Umsatz zusammen, der von Dritthändlern über die Plattform generiert wird, beträgt Amazons Anteil über 50 % am gesamten E-Commerce. Kein Wunder also, dass immer mehr Händler auf der Plattform verkaufen möchten. Aber wer darf alles auf Amazon verkaufen? 

Produkte auf Amazon stellen darf jeder, egal ob Einzelperson oder großes Unternehmen, sofern ein Gewerbeschein und eine Umsatzsteuer ID vorliegen. Der Vertrieb auf Amazon ist also eine ideale Startmöglichkeit für Gründer, die gerade ausreichend Kapital für die Entwicklung eines Produkts haben. Der große Vorteil an Amazon ist, dass es wenig Raum für Unklarheiten oder unvorhersehbare Ereignisse gibt, da alle Entscheidungen datenbasiert getroffen werden. Von Produktrecherche über die Entwicklung der USPs bis hin zum Launch und dem Marketing kann alles auf der Basis vorhandener Daten umgesetzt werden. Im Vergleich zu Ebay oder einem Onlineshop funktioniert Amazon FBA vollkommen ortsunabhängig, da sich Amazon um Lagerung, Verpackung und den Versand der Artikel kümmert, daher auch der Name FBA (Fulfillment by Amazon).

1.3 Dropshipping

Eine andere Möglichkeit, ohne viel Startkapital im E-Commerce anzufangen, ist Dropshipping. Im Gegensatz zu den oben vorgestellten Geschäftsmodellen, eröffnet man bei Dropshipping einen eigenen Onlineshop, profitiert also nicht von den vielen Vorteilen eines Marktplatzes. Der  Vorteil an Dropshipping ist jedoch, dass man den Shop nicht mit eigenen Produkten, sondern denen eines oder mehrerer Großhändler füllt und die Produkte erst ankauft, sobald eine Bestellung eingegangen ist. Bezüglich Dropshipping gibt es einige Vorurteile, die sich auf den Einkauf von Billigprodukten aus China beziehen. Diese Methode ist jedoch veraltet und überhaupt nicht langfristig. 

Es gibt einige große Onlineshops, die ganz auf dem Prinzip des Dropshipping basieren. Da sich diese aber um Qualität, zuverlässige Zulieferer und professionelle Präsenz bemühen, merkt man das als Kunde gar nicht. Das ist auch nicht weiter verwerflich, denn dem Kunden kommt es auf ein gutes Produkt zu einem fairen Preis und nicht auf den Lagerort des Produkts an. Wer mit Dropshipping startet, muss abgesehen von Wareneinkauf und Versand also alle Aufgaben erfüllen, die bei der Eröffnung eines normalen Onlineshops anfallen. Besonders in Bezug auf SEO und Marketing sind das nicht gerade wenig To-dos, die auch ein gewisses Know-how erfordern.  

Fazit 

Bei allen Geschäftsmodellen handelt es sich um Möglichkeiten, sich langfristig ein zusätzliches Einkommen bzw. ein Unternehm​​en aufzubauen. Die Betonung liegt besonders auf langfristig. Es gibt viele Menschen, die auf das schnelle Geld aus sind und sich bei der Umsetzung wenig Mühe geben. Das funktioniert jedoch nicht mehr. Es ist wichtig, sich ausführlich mit den einzelnen Arbeitsschritten auseinanderzusetzen und diese gewissenhaft umzusetzen. Wer sich jetzt für eines der obigen Geschäftsmodelle interessiert oder noch andere Möglichkeiten entdecken möchte, findet auf dem Blog von Build to Grow umfangreiche Informationen mit klaren To-dos (von der Gewerbeanmeldung bis zum erfolgreichen Launch)  zu genau diesen Themen. 

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