5 SEO Mythen aufgedeckt

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Ich betreibe mittlerweile Suchmaschinenoptimierung seit 10 Jahren, gehöre damit schon zu den älteren Hasen in der Branche und habe auch schon so einiges erlebt. Im Wandel der Zeit und den Veränderungen bei Google und anderen Suchmaschinen entstehen natürlich auch jede Menge Mythen rund um SEO, die vor allem auch unwissenden Kunden zum Verhängnis werden können. Ich möchte daher in diesem Artikel mit meinen Top 5 SEO Mythen aufräumen und dich dazu aufrufen deine Erfahrungen in den Kommentaren zu posten.

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Mythos #1: Garantierte Top Platzierung

Einer der gefährlichsten Mythen in der SEO ist das Versprechen von Top Platzierungen in der organischen Suche ohne auch nur die zu optimierende Webseite vorher gesehen und analysiert oder mit dem Kunden über die Branche und Ziele gesprochen zu haben. Vermeintliche Google SEO Partner gehen auf Bauernfang und versprechen in Kaltakquise Anrufen innerhalb von wenigen Wochen die besten Platzierungen bei Google. Das ist mit seriösem SEO schlicht nicht möglich und jeder Anbieter der so versucht Kunden zu gewinnen, sollte aufs dringlichste vermieden werden. SEO ist ein Langstreckenlauf und muss dauerhaft durchgeführt werden, sonst schafft man es entweder gar nicht oder nur kurzfristig auf die vorderen Plätze in den Suchergebnissen, bevor es eine Abstrafung hagelt.

Mythos #2: Sichtbarkeitsindex

Der Sichtbarkeitsindex ist ein beliebtes Werkzeug um die Leistung eines SEOs oder einer SEO Agentur darzustellen. Sie ist einfach zu verstehen, denn die Entwicklung geht entweder nach oben oder nach unten und sowohl für den Kunden, als auch den Dienstleister ist es ein leichtes den von einem SEO Tool berechneten Sichtbarkeitsindex anzuwenden. Falsch! Denn was viele nicht wissen ist, dass sich der Sichtbarkeitsindex aus verschiedenen Faktoren zusammensetzt. Es werden die Rankings der Webseite der vorhandenen Keywords in der Datenbank des Toolanbieters gegenübergestellt, die Platzierung jedes gefundenen Keywords, die Art des Keywords, ein statistisch kalkulierter Trafficindex bzw. eine statistische Klickrate auf eine Platzierung mit einem zusätzlichen Gewichtungsfaktor individuell berücksichtigt. Am Ende sagt aber eine steigende Sichtbarkeitskurve nicht aus ob eine SEO Optimierung erfolgreich war oder nicht, sie zeigt lediglich eine Tendenz an. Der Teufel steckt jedoch im Detail und auf dieser Ebene muss auch der Erfolg reported werden, denn sonst erkennt man den Mehrwert für das Geschäftsmodell einer der Webseite nicht.

Mythos #3: Ranking ohne Links

Seit dem ersten Google Panda und Pinguin Update wird die Content Marketing Keule großartig geschwungen, nur wenige sprechen oder schreiben etwas über Linkbuilding. Es dreht sich alles nur um qualitativen Content auf der Webseite, der auf einmal ganz von alleine rankt ohne Backlinks. Bis zu einem Statement von John Müller auf der SEOkomm 2015 und weiteren Bestätigungen von Google Mitarbeitern, dass neben gutem Content auch Backlinks der wichtigste Rankingfaktor sind. Es geht dabei nicht um die Anzahl der Backlinks, viel mehr um die Qualität eines Links. Ranking ohne Links funktioniert in sehr kleinen Nischen, wer sich aber in Mainstream Bereichen mit halbwegs dichtem Mitbewerberaufkommen der wird ohne Linkaufbau seine Rankings nicht effektiv verbessern können.

Mythos #4: Bloggen ist SEO

Ich höre oft, dass Bloggen als SEO verkauft wird und das ist ein großer Irrtum. Schließlich mag Google neue und erweiternde Inhalte. Durchs Bloggen laufend neue Inhalte dazu und der Traffic der Webseite steigt. Bloggen fällt auch oft im Zusammenhang mit SEO Erfolg und wachsenden Sichtbarkeitskurven. Leider muss ich feststellen, dass es sich um SEO Mythos Nr.4 handelt. Bloggen ist Bloggen und kein SEO. Ein Blog kann aber durchaus ein Werkzeug sein um die SEO zu unterstützen oder man kann SEO für Blogs machen. Zum Beispiel um neue Themen zu erschließen, um mit den Blogartikeln besser gefunden zu werden oder um durch bestimmte Inhalte neue Links zu bekommen.

Mythos #5: Google AdWords beeinflusst die SEO Ergebnisse

Mythos Nr.5 hält sich schon viele Jahre und ist fast so alt wie PPC Marketing selbst. Leider hält sich dieser Mythos ähnlich standhaft wie der PageRank in den Köpfen vieler Kunden und leider auch mancher Marketer. Google AdWords und die organischen Suchergebnisse sind zwei getrennte Daten Plattformen, welche auf der Suchergebnisseite vereint werden. Ja, Google AdWords bezieht sich in der Ausspielung der Ads auf den Kontext des eingegebenen Suchbegriffs, aber nein, Google AdWords beeinflusst nicht das organische Ranking einer Webseite. Es hat also keinen Einfluss darauf ob eine Webseite besser oder schlechter in den Suchergebnissen platziert wird.

Hier findest du noch mehr Mythen von anderen SEOs:

Mit welchen SEO Mythen wirst du konfrontiert? Hinterlasse mir einen Kommentar mit deiner Antwort!

Florian HießÜber den Autor: Ing. Florian Hieß, MSc
Als begeisterter Fan von digitalem Marketing, Google und allen technischen Tools und Hilfsmitteln, die seine Arbeit und das tägliche Leben mit Hilfe des Internets erleichtern, berät Florian Hieß erfolgreich Unternehmen im Online Marketing. Seine ersten digitalen Produkte hat er im Jahr 2000 verkauft und seit 2008 brennt er für Performance Marketing, im speziellen die Suchmaschinenoptimierung, Adwords und Conversions. In seinem Blog schreibt er über Online Marketing Themen und digitale Strategien.

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